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Liebe Freundinnen und Freunde des Biosphärengebiets Schwäbische Alb,
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die Gebietserweiterung fand im April 2026 ihren Abschluss und die neuen Kommunen wurden vergangene Woche auf dem Schloss Lichtenstein offiziell willkommen geheißen. Damit ist ein großer Schritt geschafft - ein Meilenstein mit Weitblick. Insgesamt bringen 16 Städte und Gemeinden neue Flächen ein, sechs Kommunen treten neu bei. Die Erweiterung stärkt wertvolle Lebensräume, erweitert die Kern- und Pflegezonen und eröffnet weitere Möglichkeiten für eine nachhaltige Regionalentwicklung.
Wir freuen uns drauf, gemeinsam mit den neuen Kommunen und deren Menschen Großartiges für unsere Region zu entwickeln.
Viele Grüße Ihre Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb |
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Der Prozess der Gebietserweiterung Intensive Arbeit kommt zum Abschluss |
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Darstellung: Pesch Graphic Design
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Die Änderungsverordnung zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist am 15. April 2026 in Kraft getreten. Damit ist der Prozess der Gebietserweiterung formal abgeschlossen. Wir blicken zurück auf einen intensiven Beteiligungsprozess, mit über 100 Informationsveranstaltungen, Workshops und Gemeinderatssitzungen sowie auf sehr viele zusätzliche Sitzungen zur gemeinsamen Abstimmung und Planung. Die Umsetzung der Gebietserweiterung konnte auf die bestehende gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren aufbauen, hat diese vertieft und neue Akteurinnen und Akteure einbezogen. Das Verfahren der Gebietserweiterung profitierte nicht nur von der hohen Akzeptanz und dem Vertrauen in die Arbeit des Biosphärengebiets, sondern hat dies durch den partizipativen Ansatz der Gebietserweiterung weiter gestärkt. Sehr viele Menschen haben dazu beigetragen, dass die Gebietserweiterung nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Unser Dank gilt allen, die sich eingebracht und an der Gebietserweiterung mitgewirkt haben. Im Ergebnis wächst das Biosphärengebiet um 42 % auf 121.445 Hektar. Das Biosphärengebiet hat mit der Erweiterung nun 265.000 Einwohnerinnen und Einwohner (bisher 146.000). 16 Kommunen, die bereits anteilig im Biosphärengebiet lagen, bringen weitere Flächen in das Biosphärengebiet ein. Zusätzlich treten sechs neue Kommunen dem Biosphärengebiet bei. Die Zonierung des Biosphärengebiets umfasst fortan 3.691 ha Kernzone (3 % des Biosphärengebiets), 40.478 ha Pflegezone (33 %) und 77.276 ha Entwicklungszone (64 %). Die Ziele der Gebietserweiterung werden mit dieser Erweiterung umfassend erfüllt. |
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Beantragung der UNESCO-Anerkennung Bereisung durch das MAB-Nationalkomitee |
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Foto: Biosphärengebiet Schwäbische Alb
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Die Gebietserweiterung macht eine neue Beantragung der UNESCO-Anerkennung erforderlich. Hierfür haben das Umweltministerium und die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets gemeinsam einen schriftlichen Antragsentwurf erarbeitet und mit weiteren Gremien und Kommunen abgestimmt. Ein zusätzlicher Bestandteil des Anerkennungsverfahrens ist eine Bereisung des Biosphärengebiets durch das MAB-Nationalkomitee der UNESCO. |
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Diese hat Anfang Mai stattgefunden. Innerhalb von drei Tagen konnte sich das MAB-Komitee im Rahmen einer Exkursion durch die Erweiterungskulisse einen Überblick über einige Besonderheiten der neu hinzugekommenen Flächen verschaffen. Dabei gab es verschiedene Exkursionsstopps und die Möglichkeit mit insgesamt 31 Akteurinnen und Akteuren in den Austausch zu treten.
In einem daran anschließenden „Stakeholder-Gespräch“ konnte das Komitee acht weitere Akteurinnen und Akteure verschiedener Handlungsfelder interviewen. Darüber hinaus stand die Diskussion des Antragsentwurfs auf dem Programm. Der Pressetermin zur Erweiterung des Biosphärengebiets auf dem Schloss Lichtenstein bildete den Abschluss der Bereisung.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren für die wertvollen und engagierten Beiträge! Im nächsten Schritt wird der Antragsentwurf überarbeitet und im Herbst 2026 final bei der UNESCO eingereicht. Die UNESCO-Anerkennung für das erweiterte Biosphärengebiet ist im Sommer 2027 zu erwarten. |
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Allmendingen blickt auf eine lange Geschichte zurück: Erstmals 961 als „Alamuntinga“ erwähnt, entstand der Ort vermutlich bereits zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert. Heute leben fast 5.000 Menschen in der Gemeinde. Die Ortsgeschichte wird in den Heimatmuseen „Lager“ und „Gfriere“ im Ortsteil Grötzingen lebendig. Eingebettet in das Schmiechtal und umgeben von fünf Teilorten auf der Schwäbischen Alb und dem Hochsträß präsentiert sich Allmendingen landschaftlich vielfältig. Bewaldete Täler, offene Höhenflächen und Wacholderheiden prägen das Bild. Wanderwege und der Donauradweg laden dazu ein, diese abwechslungsreiche Landschaft zu erkunden. |
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Blaubeuren ist besonders für den türkisblauen Blautopf bekannt – eine Karstquelle mit einem weitläufigen unterirdischen Höhlensystem. Fachwerkhäuser prägen die Altstadt, während das Kloster Blaubeuren mit seinem spätgotischen Hochaltar beeindruckt. Einblicke in das Leben und die Kultur des modernen Menschen vor 40.000 Jahren bietet das Urgeschichtliche Museum mit Funden wie der Venus vom Hohle Fels. Wanderwege, Radwege und Höhlen locken Naturbegeisterte an und machen Blaubeuren zu einem idealen Ziel für Kultur- und Outdoorbegeisterte. |
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Foto: Gemeinde Rechtenstein
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Idyllisch an der Donau gelegen und eingebettet zwischen steilen Felsen, verzaubert Rechtenstein mit einer mittelalterlichen Burgruine mit Bergfried, der geheimnisvollen Geisterhöhle, der Braunsel-Quelle und der Hochwarthütte mit herrlichem Ausblick. Außerdem prägt das historische Wasserkraftwerk das Ortsbild. Zahlreiche Wander- und Rundwege (z. B. Burgenweg, HW-5, Braunsel–Hochwartfelsen) laden rund um Rechtenstein zum aktiven Wandern ein. Direkt am Donauradwanderweg gelegen, ist die Gemeinde ein perfektes Etappenziel für Radfahrer mit lohnenden Naturstellen. |
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Foto: Gemeinde Engstingen
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Die Gemeinde Engstingen liegt in reizvoller Landschaft am Nordrand der Reutlinger Alb und bildet das vitale Unterzentrum dieser Region. Dank der verkehrsgünstigen Lage sowie einer hochwertigen gemeindlichen Infrastruktur ist Engstingen ein attraktiver Wohn-, Bildungs-, Einkaufs- und Wirtschaftsstandort. Der Gewerbepark Engstingen-Haid gilt nach der erfolgreichen Konversion der ehemaligen Eberhard-Finckh-Kaserne als Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit und eine innovative wirtschaftliche Entwicklung. Als besondere Sehenswürdigkeit gilt die 1717 erbaute Pfarrkirche St. Martin im Ortsteil Großengstingen. |
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Foto: Gemeinde Hohenstein
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Im Herzen der Schwäbischen Alb lädt die Gesunde Gemeinde Hohenstein zum Entdecken, Genießen und Durchatmen ein. Umgeben von sanften Hochflächen und tiefen Tälern bietet Hohenstein abwechslungsreiche Wanderwege, herzliche Gastfreundschaft und gelebte Tradition. Hoch über dem Tal grüßt die Burgruine Hohenstein als Wahrzeichen. Im Bauernhausmuseum erlebt man Geschichte zum Anfassen, während Dorffeste und regionale Spezialitäten Einblicke in das authentische Leben auf der Alb geben. |
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Foto: Gemeinde Sonnenbühl
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In Sonnenbühl erwarten Gäste faszinierende Natur- und Kulturhighlights: Die atemberaubenden Tropfsteinformationen der Bären- und Nebelhöhle laden zum Träumen ein. Ergänzend lassen sich das Ostereimuseum, der Kurpark und die zwei örtlichen Ruinen bei Wanderungen erleben. In den vergangenen Jahren hat sich hier eine eigene kulinarische Identität entwickelt: Es locken regionale Spezialitäten wie Alb-Safran, Alblinse und Knollen-Ziest. In Sonnenbühl wird die Schwäbische Alb mit allen Facetten erlebbar – von der Natur bis hin zum Geschmack. |
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Feiern Sie mit uns die Erweiterung des Biosphärengebiets Sonntag, 17. Mai 2026 |
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Darstellung: Biosphärengebiet Schwäbische Alb
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Es ist ein „Willkommensfest“ für die neuen Gemeinden und ein Fest für alle Engagierten und Interessierten: Von 11.15 Uhr bis 18.00 Uhr ist die Idee des Biosphärengebiets rund um das Biosphärenzentrum in Münsingen erlebbar. Es erwarten Sie Infostände und Austausch mit Kommunen, Rangerinnen und Rangern, Projektpartnern und dem Biosphärengebiet Schwarzwald; Vorstellung innovativer Ideen; Kinofilm „WAS DIE ALB UNS ERZÄHLT“, Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene; Spielstraße; Livemusik und kulinarische Spezialitäten aus der Region. Informieren Sie sich über großartige Ausflugsziele und darüber, wie Sie selbst Teil des Biosphärengebiets werden und die Zukunft dieser besonderen Landschaft mitgestalten können. |
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Gestaltung: Natascha Wenger
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Noch bis 17. Mai dreht sich bei der Biosphären-Woche alles rund um unser Biosphärengebiet. Um erlebbar zu machen, was hinter dem Begriff „Biosphärengebiet“ alles steckt, warten an den noch kommenden Veranstaltungstagen zahlreiche besondere Aktionen und attraktive Erlebnisse. |
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So geben geführte Wanderungen, Naturerlebnisexkursionen und Workshops vielfältige Möglichkeiten das Biosphärengebiet zu entdecken. Betriebe öffnen ihre Türen und gewähren Einblick in traditionelle Handwerkskünste. Regionale Märkte laden dazu ein, Produkte von der Alb kennenzulernen und kulinarische Köstlichkeiten aus dem Biosphärengebiet zu probieren. Außerdem bieten besondere Sport- und Wellnessangebote Raum für Bewegung und Entspannung. Entdecken Sie die Magie der Höhlenklänge und probieren Sie, selbst eine Brezel zu schlingen. |
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Veranstaltungen des Biosphärenzentrums:
Backen, Vespern, Reparieren... |
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12.05. Brot backen für alle 19.05. Brötchen backen für alle ab 04.06. Wechselausstellung: Löcher zur Unterwelt – Dolinen auf der Schwäbischen Alb 12.06. Wacholdervesper 12.06. ReparierBar |
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Termine für Kinder und Jugendliche |
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Foto: Biosphärengebiet Schwäbische Alb
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Was piepst denn da? Die Vögel zwitschern und Wald und Wiese zeigen sich in farbenprächtiger Vielfalt: Im Junior Ranger Programm entdecken Kinder und Jugendliche die faszinierende Natur. Dabei lernen sie spielerisch unser Biosphärengebiet kennen und erfahren Spannendes über verborgene Geheimnisse der Alb. Bei jeder Veranstaltung gibt es einen Stempel für den Junior Ranger Pass.
27.05. Fledermaus braucht ein Bett 29.05. Vom Korn zum Brötchen 10.06. Reise in die Welt der Bäume – die Eiche 13.06. Waldexpedition 20.06. Wald Erleben: Mittsommernacht in der Natur |
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Termine für Schafhaltende und landwirtschaftlich Interessierte |
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Die Veranstaltungsreihe zur Bio-Landwirtschaft in den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Reutlingen lädt Sie auch im Jahr 2026 dazu ein, die Vielfalt regionaler Bio-Erzeugnisse auf den Höfen der Schwäbischen Alb hautnah zu erleben. Dabei erhalten Sie im Rahmen von Betriebsführungen, Verkostungen und Hoffesten Einblicke in die Herstellung heimischer Produkte und die Arbeitsweise ökologischer Betriebe. Die Bedeutung nachhaltiger Landwirtschaft für Umwelt- und Ressourcenschutz wird anschaulich vermittelt. |
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Bildungsangebote rund ums Streuobst |
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Streuobstbau, Sortenkunde, Produktverarbeitung, Kreatives, Verkostungen, Feste, Führungen und vieles mehr...
Ein Auszug aus dem Veranstaltungskalender des Streuobstparadieses:
13.05. A Gosch voll HOCHgehNUSS 15.05. Paradiese vor der Haustüre 16.05. Wildkräuter - Familienaktion 16.05. Sensenkurs 16.05. Obst-Genuss-Tour im Ermstal 18.05. Wilde grüne Kosmetik 19.05. Was können Kommunen für den Streuobsterhalt tun? 20.05. Tierische Schaderreger auf Streuobstwiesen erkennen 21.05. Versicherungsschutz und Arbeitssicherheit auf Streuobstwiesen 22.05. Exkursion "Lebensraum Streuobstwiese"
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